Und Gott kam uns zu sehen (2001)

Canal +, MACT Produktion, Post Scriptum 2
Premiere am 06.07.2001 – 36. Internationales Filmfestival, Karlovy Vary, 123 min., Farbfilm
Preis für die Beste Regie, 26. Goldene Rose Filmfestival, Warna 2004
Bulgarischer Filmkritiker-Preis, 26. Goldene Rose Filmfestival, Warna 2004
Preis der Jury, 15. Zolotoy Vityaz Internationales Filmfestival, Serpuchow 2006

Kesten ist ein kleines, reizendes Dorf an der Grenze zwischen Bulgarien, Griechenlands und der Türkei. Der französische Anthropologe Francois Denys besucht das Dorf, um das Risiko ethnischer Konflikte in diesem Teil des Balkans zu studieren. Seine Wahl war nicht zufällig. Sein Vater, ein Bergbauingenieur, plante einst die Mine in der Nähe des Dorfes. Vladimir ist der Vertreter aller Abteilungen der Kestener Regierung. Er ist der Bürgermeister, der Direktor der Schule, die seit zehn Jahren leer steht, und Filialleiter des örtlichen Postamtes. Durch die gewissenhafte Ausübung aller drei Ämter entwickelt sich nach und nach eine Dreifach-Persönlichkeits-Störung. Der Bürgermeister wird zum heimlichen Liebhaber seiner eigenen Frau Maria, der Direktor ist wahnsinnig eifersüchtig auf den Bürgermeister, während der Filialleiter des örtlichen Postamtes Maria mit unbeholfener Schüchternheit umwirbt. Francois wird unfreiwillig immer tiefer in das absurde Leben in dem kleinen Dorf hinein gezogen. So wächst die französische Bevölkerung im August 1998 um 17 Personen – der gesamten Einwohnerzahl Kestens – als der beschwipste Vladimir ein offizielles Telegramm an den Elysée-Palast sendet, um den Präsidenten von ihrem Wunsch, Kesten an Frankreich anzuschließen, zu informieren. In Kesten, einem Dorf an der Grenze zwischen zwei Kontinenten, drei Staaten und zwei Religionen, verschwimmt die Grenze zwischen real und irreal. Nichts ist unmöglich und so fließt sogar Wein statt Wasser aus den Wasserhähnen.

Regie: Petar Popzlatev
Kamera: Emil Khristov und Eli Yonova
Szenenbild: Georgi Todorov
Musik: Antoni Donchev
Darsteller:
Yitzhak Finzi (Der Schriftsteller)
Katya Paskaleva (Kino-Kassierin)
Philippe Voltaire (Francois)
Samuel Finzi (Vladimir)
Svetlana Yancheva (Maria)
Ivaylo Khristov (Stoyan)
Virginia Kelmelite (Bistra)
Marius Kurkinski (Stoyans Bruder)
Yosif Surchadzhiev (Der Pilot)
Vladimir Penev (Boris Savov)
Aleksandar Doynov (Dimitar)
Maya Novoselska (Elena, Dimitars Frau)
Vulcho Kamarashev (Sando-Sabri)
Yordan Spirov (Asen-Ali)
Dimitar Dobrev (Mikhail-Mustafa)
Valentin Tanev (Der Schaffner)
Khristo Gurbov (Der Vorführer)
Vasil Vasilev (Der Soldat)
Denitsa Petrova
Petar Peykov
Chavdar Monov
Plamen Sirakov
Dimitar Marin
Plamen Panchev
Krustyu Lafazanov
Filip Georgiev
Borislav Stoilov
Valeri Malchev
Deyan Machev
Petyo Krustev
Anna Surchadzhieva
Yana Stoyanovich
 
DVD
Audiovideo Orpheus 2004
PAL, Farbfilm, 123 min., 16:9, Regionfrei
Sprache: Bulgarisch | Untertitel: Български / Français / English
© Aeolus project 2016. Die Inhalte dieser Website sind urheberrechtlich geschützt.