Balkan-Syndrom

Eine Theatervorstellung hat soeben begonnen, als eine Gruppe empörter Theaterbesucher das Spiel unterbricht. Sie wollen den Direktor sprechen, da sie einen Dieb gestellt haben, der einer Dame im Saal die Geldbörse gestohlen hat. Der Dieb behauptet, die Tat begangen zu haben, um eine Chance zu bekommen, seine Probleme mit dem Publikum zu teilen. Während sie diesem Bekenntnis lauschen, beginnen seine Fänger Sympathie für seine missliche Lage zu empfinden. Sie selbst würden ebenfalls gerne in der Öffentlichkeit sprechen! Sie sind kaum mit dem Erzählen ihrer jeweiligen Leidensgeschichten zu Ende, als eine Horde von Hochzeitsgästen, angeführt vom Trauzeugen, die Bühne stürmt. Die Großfamilie der Braut überflutet das Theater – und mit ihr eine entfesselte Balkan-Energie, die sich unvereinbar mit der verfeinerten Welt des Theaters vermischt. Als ob dies nicht genug wäre, sieht sich der erstaunte Direktor mit einem Außerirdischen konfrontiert, der vergeblich versucht, die Logik des Erdenlebens zu begreifen. Wie wird das alles enden?

Ausgewählte Produktionen
Ausgewählte Übersetzungen
Kleines Stadttheater „Hinter dem Kanal“, Sofia, Bulgarien. Regie Marius Kurkinski.
Naroden Teatar, Štip, Mazedonien. Regie Nikola Ristov.
Bulgarisches Nationalfernsehen, Sofia, Bulgarien. Regie Dimitar Sharkov.
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